Posts mit dem Label Molly Grue werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Molly Grue werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 12. August 2012

Der Platz in der ersten Reihe

Wasser
Kleine Kiesel
plopp
eine Welle
plopp
zwei Wellen
plopp
drei Wellen und immer mehr

Steter Tropfen
Stein
Antwort bekannt

Gedanken
Kreise
da sie
drehen sich
Schwindel
in mir
Ketten
karussel

Freiheit
fühlt sich so an
Augen geschlossen
Wind in den Haaren
Verwirrung
ist schön
wann immer
sie mir begegnet

lebendig
Atem tief in mir
lächelnd
an nichts
denkend
sondern nur
sein
jetzt
und hier

danke
dir
dafür

Dienstag, 7. August 2012

 "Stell dir vor du bist zwei und einer ist Nichtraucher"

Was ist aus uns geworden?
Wo sind wir nur hingekommen?
Wer sind wir?
Wir? Das bin doch ich.
Ich glaube mich zu kennen
und suche trotzdem noch nach der anderen.

Deine Stimme hör ich gern.
Leider viel zu selten aus deinem Mund.
Die Zeit hat für uns gerade nichts übrig.
Aber vermissen liegt grad wieder voll im Trend.
Wir schaffen das schon.
Wir. Immer wieder wir. Und ich. Und du.

Küss mich nicht auf die Wange.
Nicht wenn du niemals vorhast
auch meinen Mund zu küssen.
Weil ich dich gern hab.
So vertraut kann ich dann doch nicht tun.
Auch wenn wir ein unschlagbares Team waren.
Jedenfalls für diesen einen Abend.
Im Koffer hinten in der Ecke liegt verschlossen
was unser Anfang hätte sein können.

Wir fallen zurück.
Ich bin nicht allein schuld.
Wir alle hier in mir und ich, wir fallen zurück.
Bleibe deiner Linie treu.
Fahr mit der Bahn.
Wenn man zurück fällt muss man versuchen wieder
schneller zu werden
um aufzuholen
was andere schon lang erreicht.
Doch ist ihr Ziel denn auch das meine?
Vor lauter hetzen kann ich nicht auf
Wegweiser achten.

Dabei hab ich so viel Ruhe.
Hier bei mir.
In meinem Kopf, in meinem Herz.
Bin doch schon lang angekommen.
Will gar nirgends mehr hin.
Nur manchmal vergessen wir das.
Und werden panisch.
Nur ja den Anschluss nicht verpassen.
XLR oder Klinke? Große Klinke? Kleine Klinke?
Türklinke.
Klinkerstein.
Steinbruch.
Bruchteil.
Teilweise.
Weise.
Und schon sin mer da wo mer hin wolln.
Sag ich
Sicher?
fragen wir.

Ich gehe.
Lasse die andern dort wo sie sind.
Blick da nicht mehr durch was die von mir wollen.
Ich will meinen Frieden, für mich.
Allein will ich sitzen
in meinem Seelenheil.
Niemand außer mir kann meine innere Stimme hören.
Nur für mich soll sie singen.

Ich bin gerne ich.
Ich bin glücklich weil ich mich gern hab.
Ich bin genau da wo ich hingehör.
Ich bin ich
und manchmal bin ich wir.

Freitag, 22. Juni 2012

Per Einschreiben

Nicht genug,
niemals nicht.
Da fehlt ein Quentchen...

EIN QUENTCHEN

So schwer kann es doch nicht sein
Doch scheinbar wiegt es Tonnen
Anheben unmöglich

KEIN STÜCK

Gibt es Optionen?
Wenn ja, wo kann ich die bestellen?
Lieferung in 2-7 Tagen?

PER NACHNAHME

Auf dem Postweg verloren.
Falsch frankiert.
Empfänger unbekannt verzogen.

EINWOHNERMELDEAMTSANFRAGE

Das kann dauern.
Manches findet sich nicht so leicht.
Die Ablage mal durchforsten.

JAHRESBERICHTE

Stempel "Unerledigt"
Nicht zustellbar
Vielleicht ist der Adressat verstorben...

TAGESZEITUNG

Donnerstag, 17. Mai 2012

Obst im Wandel der Staatsverschuldung

Ich bin schon so einige.
Oder auch nur wenige.
Vielleicht mehrere.
Auch egal,
ich hör mir eh nicht zu.

Der Wind tanzt.
Und die Sonne lacht.
Lauter gelbe Zähne.
Doch egal,
wir lachen zurück.

Die Nacht und ich.
Wir teilen Zeit.
Genießen schweigend.
Alles egal,
der Tag findet uns hier nie.

Es ist Kristallklar.
Selbst bei Nebel.
Zieht sich etwas länger.
Nicht egal,
ob es noch anfängt zu brennen.

Dienstag, 15. Mai 2012

Des Tages

Nun sitze ich noch immer.
Die Stille schmerzt in meinen Ohren.
So laut dröhnt sie um mich herum.
Seine Stimme?
Jetzt ist sie wieder verschwunden.

Koreander rundet ab.

Was mache ich eigentlich?
In den unendlichen Weiten suche ich.
Weiß nicht wen oder was.
Daher gestaltet sich das finden kompliziert.
Mir fehlt noch ein Gespann vor der Droschke.

Aussieben.

Meinen Kopf hab ich noch.
Wie angegossen sitzt er auf meinem Hals.
Die Situation ist überall.
Aber sie hat alles unter Kontrolle.
Wer´s findet darf´s behalten.

Anrichten.

Des Nächtens

Da saß ich nun.
Und lauschte.
In die Stille seiner Stimme hinein.
Schauer jagt es mir über den Rücken.
Doch das Fenster sieht geschlossen aus.
Sollte also doch...?
Nein, unmöglich!

Vielleicht noch eine Prise Muskat?

Der Plan, zu riskant.
Doch Risiko mein zweiter Vorname.
Sieht  seltsam aus auf meinem Perso.
Gewohnheitssache.
Fluchtwagen?
In der Scheune steht noch die Droschke des Ur-ur-großvaters.
Das wäre umweltfreundlich.

Ein Lorbeerblatt.

So, da war sie nun.
Die Situation.
Und jetzt? Damit umgehen!
In Situationen immer Ruhe bewahren.
Niemals den Kopf verlieren, wer weiß wer ihn findet.
Welchen Finderlohn man dann wohl gäbe?

Einreduzieren lassen.